3. August 2026
AI Infrastructure Capital startet mit Finanzierung von 16 Millionen Euro
Freienbach SZ – Die neu gegründete Firma AI Infrastructure Capital hat zu ihrem Start eine Finanzierungsrunde mit rund 16 Millionen Euro abgeschlossen. Das Unternehmen mit Sitz in Freienbach besitzt und vermietet Rechenleistung und betreibt die NVIDIA GPU-Server in Island mit grünem Strom.
(CONNECT) Die AI Infrastructure Capital AG hat bekanntgegeben, dass sie jetzt als offiziell eingetragenes Unternehmen mit Sitz in Freienbach agiert. Zusätzlich informiert die Firma darüber, dass sie kürzlich eine Finanzierungsrunde in Höhe von rund 16 Millionen Euro abgeschlossen hat.
Unter Beteiligung der Risikokapitalfirma Tomahawk aus Bülach ZH wurde die Runde von der Anlagestiftung VALYOU mit Sitz in Rapperswil-Jona SG angeführt. Deren Geschäftsführer Yonten Wagma tritt dem Vorstand von AI Infrastructure Capital bei. Viertes Aufsichtsratsmitglied ist der ebenfalls aus Rapperswil-Jona stammende Fabian Villiger von der Eventmanagement-Firma Fabian Villiger Management AG.
AI Infrastructure Capital kauft NVIDIA-GPU-Server, betreibt sie in Island mit erneuerbarer Energie und vermietet die Rechenkapazität langfristig. Mit seinen Servern will AI Infrastructure Capital dem Engpass bei Rechenkapazität entgegenwirken.
In einem Bericht des Magazins „EU-Startups“ betont AI Infrastructure Capital, dass der Strom in Island vollständig aus erneuerbaren Quellen stamme und die kühle Aussenluft einen Grossteil der Kühlung übernehme, die anderswo kostspielig erzeugt werden müsse. „Standort und Kühlung entscheiden darüber, ob der Betrieb wirtschaftlich sinnvoll ist“, wird Mitgründer Roald Parmentier dort zitiert. „In Island kommen erneuerbare Energien mit kalter Aussenluft zusammen. Über die gesamte Lebensdauer der Maschinen hinweg ist das ein struktureller Vorteil.“
Das Unternehmen rechnet vor, dass die Energieeffizienz seiner Server in Island etwa bei 1,2 liege, während dieselben Maschinen in Frankfurt oder Dublin Werte von 1,4 oder 1,5 erreichen würden. „Diese Differenz stellt einen dauerhaften Vorteil bei der operativen Marge dar und bleibt bestehen, egal, ob der Markt boomt oder sich abkühlt.“ ce/mm