25. September 2026
Studie untersucht Umgang mit Nachhaltigkeit bei Schwyzer KMU
Seewen SZ/Windisch AG – Insgesamt 84 Prozent der Schwyzer KMU geben an, Nachhaltigkeit gut oder sehr gut zu verstehen, aber nur rund 32 Prozent haben das Thema ganz oder teilweise strategisch verankert. Das zeigt eine Studie von Schwyz Next und der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW).
(CONNECT) Die Unternehmensplattform Schwyz Next und die FHNW haben untersucht, welchen Stellenwert Nachhaltigkeit bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Kanton Schwyz hat und wie sie umgesetzt wird. 84 Prozent der befragten Unternehmen geben gemäss einer Mitteilung an, Nachhaltigkeit gut oder sehr gut zu verstehen. Ganz oder teilweise in der Unternehmensstrategie verankert ist sie hingegen nur bei rund 32 Prozent. Verbreitet sind Massnahmen zur Abfallvermeidung und zum Recycling, zur Energieeffizienz sowie zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Als Hindernisse nennen 33,4 Prozent eine geringe Relevanz für das eigene Geschäftsmodell, 29,7 Prozent zusätzliche Kosten und 27 Prozent mangelnde Zeit. Fehlendes Wissen wird dagegen deutlich seltener genannt. Die Herausforderung liegt laut Studie deshalb darin, Nachhaltigkeit „mit vertretbarem Aufwand in konkrete unternehmerische Entscheidungen zu übersetzen“. Dabei gehe es für viele KMU um zum Betrieb passende Schritte und klare Verantwortlichkeiten.
52 Prozent gehen davon aus, dass Nachhaltigkeit in fünf Jahren wichtig oder sehr wichtig sein wird. Einfluss darauf haben Anforderungen der Kundschaft und von Geschäftspartnern, Lieferketten sowie regulatorische Erwartungen. Die Befragten wünschen sich insbesondere finanzielle Fördermöglichkeiten, praktische Leitfäden, Vernetzung und Weiterbildung. Ab Januar 2027 wollen Schwyz Next und die FHNW Unternehmen mit Workshops, Webinaren und Coachings bei der Umsetzung konkreter Nachhaltigkeitsthemen unterstützen.
Die Studie bildet die Grundlage für die nächste Phase des Projekts Nachhaltig Schwyz, das im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) unterstützt wird und bis Juni 2028 läuft. In die Auswertung flossen 570 vollständig ausgefüllte Fragebogen von 4000 angeschriebenen KMU sowie zehn Interviews ein. ce/as